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Am Markt 1&2 (Rathaus)

Inmitten des rechteckigen Marktplatzes befindet sich das Rathaus, das erstmals 1396 urkundlich erwähnt wurde. Mit seinem gotischen Unterbau, seinen Renaissancegiebeln, dem zierlichen Barockturm und der Kunstuhr macht das ehemalige Kaufhaus noch heute als Rathaus eine gute Figur. Im Mittelalter war es Verkaufsstätte der Tuchmacher, Schuster, Bäcker und Fleischer.

Kopie von Rathaus_kl
  • 1386 erste urkundliche Erwähnung
  • 1485 heutiges Erscheinungsbild mit Spitzbogenfenstern (also Werk der Spätgotik)
  • 1555, 1581 Renaissance - Umbauten (zu sehen vom 1. Stock bis zu den Volutengiebeln)
  • 1822 Westgiebel ging bei Umbauten im Neorenaissancestil verloren
  • 1878 Abriß der Fleischbänke
  • 1718 Turmbau im Barock (Darin enthaltene Kunstuhr stammt aus dem Jahr 1612.)
  • 1991-1997 Rekonstruktion des Hauses

In heutiger Zeit befindet sich die Trauhalle des Standesamtes im Gewölbe des Nordostteiles. Dieser Raum besitzt ein eigentümliches Kreuzgewölbe (zwei sich kreuzende Parallelrippen, in den vier Kreuzungspunkten Wappenschilder). Der alte Eingang an der Ostseite zeigt spätgotisches Steingewände mit reicher Umrahmung von Pilastern und Staffelaufbau mit Delphinen als Rollwerk. Dazwischen im Hochrelief ist das Pirnaer Stadtwappen vor 1549, und unter dem 2. Obergeschoß das bemalte, alte kursächsische Wappen von1555 zu sehen, beides in Sandstein.

Der neue Westgiebel zeigt eine Justitia in Sandstein, deren Nachbildung 1990 nach dem Original (um 1620 von L. Hörnigk geschaffen) erfolgte. An der Ostseite des Rathauses befindet sich eine Kunstuhr, welche über dem Zifferblatt eine schwarzgoldene Kugel als Mondphasenuhr hat, im Wappen schlägt der linke Löwe   viertelstündlich, und der rechte Löwe zu jeder vollen Stunde mit den Tatzen gegen den Birnbaum.

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